Fortifikation Hauenstein

1914 - 1918

Verein Fortifikation Hauenstein

Fortifikation Hauenstein: Felstafel Militärstrasse. (Bild: Diego Sonderegger, Fotograf Verein Fortifikation Hauenstein)

Die Fortifikation

Die Fortifikation Hauenstein im Baselbieter und Solothurner Jura bildete den östlichen Nordriegel in der Verteidigung der Schweiz im Ersten Weltkrieg. Fast 50 Kilometer lang ist die Kette der Befestigungen und Verteidigungsanlagen, welche sich wie ein Halbkreis schützend um die Eisenbahnstadt Olten legt. Sie ist eingebettet in ein traumhaft schönes Natur- und Wandergebiet.

Fortifiktaion Hauenstein: Panzertürmli auf der Lauchflue. (Bild: Diego Sonderegger, Fotograf Verein Fortifikation Hauenstein)

Entstehung und Zweck

Mit der Mobilmachung im August 1914 begann die Realisierung des gewaltigen Bauprojekts im Rahmen der Grenzbesetzung. Unzählige Strassen und Verbindungswege wurden in einem schier unglaublichen Kraftakt durch Armee und italienische Gastarbeiter angelegt und in den Fels gesprengt, rund fünfhundert militärische Tief- und Hochbauten erstellt.

Die Fortifikation Hauenstein war ausgelegt für eine Besatzung von 45’000 Soldaten mit 6’500 Pferden. Ihre Aufgabe bestand darin, französische oder deutsche Truppenverbände – im Falle eines Grenzdurchbruchs in die neutrale Schweiz –, nötigenfalls mit Waffengewalt bereits nördlich des Juras zurückzudrängen oder zu neutralisieren.

Das Mahnmal

Nach Kriegsende 1918 wurden viele Bauwerke der imposanten Verteidigungslinie rückgebaut, viele Infrastrukturanlagen abgebrochen, Schützengräben zugeschüttet, Artilleriestellungen sind wieder Weideland. Was übrig blieb, das hat sich die Natur seither weitgehend zurückerobert, doch längst nicht alles!

Noch bestehende Teile erinnern heute an die entbehrungsreiche Zeit des Grossen Krieges, an die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, mit all ihren Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Sie sollen bei den Besuchenden das historische Bewusstsein schärfen und als Mahnmale vor Augen führen, dass Frieden, Sicherheit und Selbstbestimmung nichts Selbstverständliches sind.

Ab Juni 2024

Erinnerungspfad Erster Weltkrieg

In den kommenden Wochen werden im Belchengebiet zwölf Informationstafeln installiert, die sowohl Einheimischen als auch auswärtigen Besuchern die Geschichte und Bedeutung der einstigen Fortifikation Hauenstein im Ersten Weltkrieg näherbringen.

Hinweis

Eptingen: Strassenbauarbeiten an der Bölchenstrasse im Abschnitt Chilchzimmersattel sowie im Bereich Waldburgstüel

Anfang April 2024 wurden die Bauarbeiten an der Bölchenstrasse in Eptingen wiederaufgenommen. Die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft weisst auf Verkehrseinschränkungen und Strassensperrungen infolge der Bauarbeiten hin.

«Die vergessene Festung Hauenstein»

Blick in die Vergangenheit

Bilder: Schweizerisches Bundesarchiv

Mitglied werden

Mit Ihrer Mitgliedschaft helfen Sie mit, die Fortifikation Hauenstein als Mahnmal zu bewahren. Werden Sie noch heute Mitglied!

AKTUELL BESONDERS SEHENSWERT

Region Belchen

AKTUELL BESONDERS SEHENSWERT

belchenflue

AKTUELL BESONDERS SEHENSWERT

Spitzenflüeli

AKTUELL BESONDERS SEHENSWERT

Lauchflue

Schlaglichter

In dieser beliebten Rubrik tauchen wir mit Ihnen ein in die Geschichte und erzählen Ihnen Bemerkenswertes aus der Zeit der Fortifikation Hauenstein.

Aktuell wirft Christian Rieder ein Schlaglicht ausgerechnet auf die Pontoniere. Auch sie mussten beim Bau der Fortifikation Hauenstein vor über hundert Jahren Hand anlegen. Und wie!

Bild: Christian Rieder Pressefoto

Das Projekt

Projekt «Rettet die Fortifikation Hauenstein!»: Pascal Ryf im Interview im Mai 2020.

Am 11. Februar 2021 wurde der Verein Fortifikation Hauenstein gegründet.