Projekt-Timeline
Die Fortifikation Hauenstein zerfällt, obwohl die Befestigungsanlagen dokumentiert, unter Schutz gestellt und instandgesetzt werden und für die breite Bevölkerung wie auch für Schulklassen als Mahnmal sichtbar und erlebbar bleiben sollten. Der Baselbieter Historiker Lorenz Degen und der Landrat und Präsident Bildungs-, Kultur- und Sportkommission Pascal Ryf sind sich einig: Die Fortifikation Hauenstein muss gerettet werden! Am Banntag in Liestal beschliessen sie, genau das zu tun, denn schon bald jährt sich das Kriegsende zum 100. Mal.
Pascal Ryf reicht als Landrat des Kantons Basel-Landschaft den parlamentarischen Vorstoss (Postulat) «1918 – 2018: Rettet die Fortifikation Hauenstein!» ein. Mitunterzeichnet ist das Postulat von Biedert, Brodbeck C., Brunner, Cadreia, Heger, Keller, Müller, Oberbeck, Schafroth, Scherrer, Schinzel, von Sury d’Aspremont und Wenger. Mit dem Postulat wird der Regierungsrat beauftragt, in einem Massnahmenplan darzulegen, wie das historisch sehr bedeutsame Bauwerk langfristig erhalten werden kann. Dazu gehört, dass der Regierungsrat die Unterschutzstellung der Fortifikation Hauenstein mit der Aufnahme ins Schweizerische Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (A-Objekt) initiiert und unterstützt.
SRF greift das Thema auf und berichtet schweizweit ausführlich, u.a. im Echo der Zeit.
Der Regierungsrat des Kanton Basel-Landschaft beantragt die Entgegennahme des Postulats «1918 – 2018: Rettet die Fortifikation Hauenstein!».
Der Landratspräsident Hannes Schweizer (SP) informiert den Landrat des Kantons Basel-Landschaft, dass der Regierungsrat bereit ist, das Postulat «1918 – 2018: Rettet die Fortifikation Hauenstein!» entgegen zu nehmen. Das Postulat wird stillschweigend überwiesen.
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft erstattet Bericht zum Postulat. Gleichzeitig beantragt der Regierungsrat dem Landrat, das Postulat abzuschreiben.
Zwischenzeitlich hat das Amt für Geoinformation des Kantons Basel-Landschaft mittels Lidar-Technik Schützengräben, Mannschaftsunterkünfte und weitere Objekte lokalisiert. Es wurden 4700 Drohnen-Fotos für ein 3-D-Punktmodell geschossen.
Der Regionalsender regioTVplus ist mit Pascal Ryf in der Fortifikation Hauenstein unterwegs und berichtet ausführlich über den Zwischenstand des Projekts.
Sitzung mit dem Amt für Geoinformation und der Kantonsarchäologie des Kantons Basel-Landschaft.
Die Umweltschutz- und Energiekommission des Kantons Basel-Landschaft berät die Vorlage in Anwesenheit von Regierungsrat Isaac Reber.
Der Tourismus im Baselbiet ist sehr an der Rettung der Fortifikation Hauenstein interessiert. Es finden erste vertiefende Gespräche mit Baselland Tourismus statt: Michael Kumli, Tobias Eggimann, Pascal Ryf und Christian Rieder.
Die Umweltschutz- und Energiekommission des Kantons Basel-Landschaft berät die Vorlage in Anwesenheit von Regierungsrat Isaac Reber ein zweites Mal.
Die Umweltschutz- und Energiekommission des Kantons Basel-Landschaft erstattet dem Landrat Bericht.
Baselland Tourismus präsentiert das Konzept für die touristische Nutzung der Fortifikation Hauenstein samt mehrjährigem Aktionsplan.
Mit 38:43 Stimmen bei 2 Enthaltungen wird der Abschreibungsantrag vom Landrat des Kantons Basel-Landschaft abgelehnt. Somit wird das Postulat 2018/627 «1918 – 2018: Rettet die Fortifikation Hauenstein!» stehen gelassen.
Lorenz Degen (Historiker, Journalist), Andrea Kaufmann (Landrätin Kanton Basel-Landschaft, Gemeindepräsidentin Waldenburg), Christoph Rast (Alt-Stadtbibliothekar Olten), Christian Rieder (Kommunikationsberater, eidg. dipl. Tourismus-Experte), Pascal Ryf (Landrat Kanton Basel-Landschaft, Präsident Bildungs-, Kultur- und Sportkommission), Danielle Sonderegger (Juristin, Gemeinderätin Langenbruck) und Diego Sonderegger (Berufsbildner Polizei Basel-Landschaft) gründen den «Verein Fortifikation Hauenstein».
Der Verein übernimmt fortan die Federführung und die Projektkoordination zur Rettung der Fortifikation Hauenstein. Die Gründungsmitglieder bilden den Vorstand des neuen Vereins.
Der Vorstand beschäftigt sich mit den strategischen Zielen des Vereins Fortifikation Hauenstein, baut die Organisation auf und beginnt bereits mit der konzeptionellen Arbeit. Die Schwerpunkte: Information, Bildung und Vermittlung, Dokumentation, Erhalten, Schützen und Sichern wichtiger Anlageteile, Erlebbarmachen und Förderung der sanften touristischen Nutzung.
Die Zusammenarbeit im Vorstand ist ausgesprochen gut, allerdings auch anspruchsvoll, da der Vorstand COVID-19 bedingt auf physische Zusammenkünfte verzichtet. In diesem Zusammenhang wird immer wieder die Spanische Grippe thematisiert, die in die Zeit der Fortifikation Hauenstein fällt.
Der Vorstand des Vereins Fortifikation Hauenstein hat Gelegenheit, sich zu einer physischen Vorstandssitzung in Ifenthal zu treffen. Einstimmig wird Jolanda Singer in den Vorstand gewählt. Sie ist ab sofort zuständig für die die Ressorts Finanzen und Mitgliederwesen. Der Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen:
Pascal Ryf
Präsident, Ressort Fundraising
Lorenz Degen
Vizepräsident und Aktuar
Andrea Kaufmann
Beisitzerin
Jolanda Singer
Finanzen und Mitgliederwesen
Christoph Rast
Ressort Dokumentation und Geschichte, Netzwerk Solothurn
Christian Rieder
Ressort Tourismus, Ressort Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Danielle Sonderegger
Mitgliederwesen und Netzwerk Baselland
Diego Sonderegger
Ressort Bildung und Vermittlung
In Zusammenarbeit mit Baselland Tourismus, der Auto Bus AG und den Wanderwegen beider Basel führt der Verein Fortifikation Hauenstein die erste Leserwanderung des Tourismusmagazins «Baselland entdecken» durch. Geleitet wird die Entdeckungstour durch die Region Belchen von Christoph Rast, Vorstandsmitglied des Vereins Fortifikation Hauenstein, und von Robert Horbaty, Vizepräsident der Wanderwege beider Basel. Alle verfügbaren Plätze sind innert weniger Tage belegt – «ausverkauft».
Die zweite Leserwanderung des Tourismusmagazins «Baselland entdecken» in die Region Belchen findet statt. Geleitet wird sie wiederum durch Christoph Rast, Vorstandsmitglied des Vereins Fortifikation Hauenstein, und durch Robert Horbaty, Vizepräsident der Wanderwege beider Basel. Auch diese Entdeckungstour ist innert weniger Tage «ausverkauft». Es gibt eine lange Warteliste.
Der Vorstand des Vereins Fortifikation Hauenstein ist auf dem Wisenberg unterwegs. Er macht sich vor Ort ein Bild zum aktuellen Zustand des Stützpunktteils «Untere Lind» im Gebiet Zehnthübel, der Artilleriestellung auf dem Mittleren Wisenberg sowie der Scheinwerferstellung Wisenberg West.
Auf dem Walten, der 1915 befestigt wurde, findet der erste Mitgliederanlass des Vereins Fortifikation Hauenstein statt. Der Anlass stösst auf ausgesprochen grosses Interesse, denn neben Besichtigungen im Gelände dient das Treffen dem wichtigen Austausch. Die Betriebsgruppe historische Militäranlagen Kanton Solothurn folgt der Einladung des Vorstandes ebenso und ist mit einer Delegation vertreten. Ebenfalls begrüsst werden darf Robert Horbaty, Vizepräsident der Wanderwege beider Basel.
Die Arbeiten beginnen. Dank des privaten Engagements von Christoph Rast, Mitglied des Vorstandes des Vereins Fortifikation Hauenstein, und privater Geldgeber, können die wertvollen Wappen an der Belchen Südstrasse restauriert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis in den Sommer 2022. Mit der Restaurierung der in Stein gemeisselten Erinnerungen ist der Oltner Steimetz und Bildhauer Luciano Sutter beauftragt.
Im Auftrag des Vereins Fortifikation Hauenstein werden die vorhandene Sicherung beim sogenannten Panzertürmli teilweise ersetzt und weitere Sicherungen angebracht. Der Beobachtungsposten der Stellung Lauchweid mit dem beliebten Aussichtspunkt befindet sich an exponierter Stelle zwischen Waldenburg und Eptingen über einer 80 Meter hohen Felswand auf über 1000 Meter über Meer. Der Verein leistet mit diesem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung.
Der Vorstand des Vereins Fortifikation Hauenstein wählt die Historikerin Andrea Tschanz einstimmig als neues Vorstandsmitglied. Sie ersetzt Andrea Kaufmann, die aus Gründen fehlender zeitlicher Kapazitäten den Vorstand verlassen muss. Andrea Tschanz übernimmt die Ressorts Netzwerk Bern und Bundearchiv. In den Beständen des Bundesarchivs lagern die wertvollen Informationen zur Fortifikation Hauenstein, die mitunter nie aufgearbeitet wurden.
Pascal Ryf stellt fest, dass die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft das Budget im Umfang von 90'000 Franken für die Ausarbeitung eines Massnahmenplans und für die Dokumentation der Fortifikation Hauenstein nicht in den Aufgaben- und Finanzplan (AFP) 2022-2025 aufgenommen hat. Pascal Ryf stellt deshalb einen Budgetantrag. Der Regierungsrat wird diesen schon bald ablehnen, da laut Regierungsrat Isaac Reber die Vorbereitung und die Koordination dieses Projekts mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. Über den Budgetantrag entscheidet allerdings alleine der Landrat an seiner Sitzung vom 15. und 16. Dezember 2022.
Der Verein Fortifikation Hauenstein, vertreten durch Christian Rieder und Pascal Ryf, beantragt die Finanzierung von 12 Informationstafeln für die Fortifikation Hauenstein im Abschnitt Stellung Lauchweid bis Belchenflue aus dem Gasttaxenfonds des Kantons Basel-Landschaft. Besuchenden soll mit den Informationstafeln an relevanten Standorten direkt vor Ort eine Auseinandersetzung mit der Fortifikation Hauenstein, der geschichtlich bedeutungsvollen Zeit des Ersten Weltkriegs und den damaligen Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft ermöglicht werden.
Ein klares Statement des Baselbieter Landrats zur Fortifikation Hauenstein: Mit 76 Ja bei 4 Nein und 5 Enthaltungen stimmt der Landrat dem Budgetantrag von Pascal Ryf im Umfang von 90'000 Franken zu, damit der Kanton für die Erhaltung, Sicherung und einer möglichen Unterschutzstellung der Fortifikation Hauenstein einen Massnahmenplan und eine Dokumentation erarbeiten kann. Die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft muss dies nun in Angriff nehmen.
PROTOKOLL DEBATTE UND BESCHLUSS DES LANDRATES (ab Seite 36)
Der Verein Fortifikation Hauenstein ist von der Steuerpflicht befreit. Freiwillige Zuwendungen (Spenden) an den Verein Fortifikation Hauenstein können fortan von den Spenderinnen und Spendern vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Der Verein Fortifikation wird von der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft im Verzeichnis der Institutionen geführt, an welche freiwillige Zuwendungen vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können (Spendenliste).
Der Vorstand der Fortifikation trifft sich zur Klausurtagung in der Revue Langenbruck. Er diskutiert und definiert die Fünfjahresziele und setzt Prioritäten in den Bereichen Information, Bildung und Vermittlung, der Dokumentation, im Bereich des Erhaltens, Schützens und des Sicherns wichtiger Anlageteile, dem Erlebbarmachen der Fortifikation Hauenstein und in Bezug auf die Förderung einer sanften touristischen Nutzung. Zentrale Projekte, deren Umsetzung im 2022 und bis ins 2023 anstehen, sind schliesslich ebenso für die Realisierung konkretisiert.
Der Verein Fortifikation Hauenstein trifft sind in der Revue Langenbruck zur ersten Jahresversammlung und zum (pandemiebedingt nachgeholten) Neujahrssuppenessen. Neu in den Vorstand des Vereins Fortifikation Hauenstein gewählt ist Rebekka Tschanz. Sie ersetzt Jolanda Singer, die aus Gründen fehlender zeitlicher Kapazitäten den Vorstand verlassen muss. Rebekka Tschanz übernimmt die Ressorts Finanzen und Mitgliederwesen. Der einstimmig gewählte Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen:
Pascal Ryf (bisher)
Präsident, Ressort Fundraising
Lorenz Degen (bisher)
Vizepräsident und Aktuar
Rebekka Tschanz (neu)
Finanzen und Mitgliederwesen
Christoph Rast (bisher)
Ressort Dokumentation und Geschichte, Netzwerk Solothurn
Christian Rieder (bisher)
Ressort Tourismus, Ressort Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Danielle Sonderegger (bisher)
Mitgliederwesen und Netzwerk Baselland
Diego Sonderegger (bisher)
Ressort Bildung und Vermittlung
Andrea Tschanz (seit 4. Oktober 2021)
Archivrecherche Bundesarchiv und Netzwerk Bern
Als Rechnungsrevisoren wiedergewählt sind Markus Weibel und Roland Moll.
Der Gesamtregierungsrat des Kantons Basel-Landschaft gibt grünes Licht und spricht die zur Realisierung der 12 Informationstafeln im Abschnitt Stellung Lauchweid bis Belchenflue massgebende Finanzierung aus dem kantonalen Gasttaxenfonds. Vorausgesetzt, alle Landeigentümer sind einverstanden und vorausgesetzt, dass alle notwendigen Bewilligungen erteilt werden, kann das Informationstafel-Projekt realisiert werden. Mit der Projektleitung ist Christian Rieder, eidg. dipl. Tourismus-Experte aus Basel, beauftragt. Projektteam: Christoph Rast, Danielle und Diego Sonderegger und Andrea Tschanz.
In Zusammenarbeit mit Baselland Tourismus, der Auto Bus AG und den Wanderwegen beider Basel führt der Verein Fortifikation Hauenstein die dritte Leserwanderung des Tourismusmagazins «Baselland entdecken» durch. Geleitet wird die Entdeckungstour auch dieses Jahr wieder durch die Region Belchen von Christoph Rast, Vorstandsmitglied des Vereins Fortifikation Hauenstein, und von Robert Horbaty, Vizepräsident der Wanderwege beider Basel. Alle verfügbaren Plätze sind innert weniger Tage belegt – «ausverkauft».
Projektleiter Christian Rieder lädt zum Projektstart zur Realisierung der 12 Informationstafeln im Abschnitt Stellung Lauchweid bis Belchenflue das Projektteam (Christoph Rast, Danielle und Diego Sonderegger und Andrea Tschanz) nach Liestal. Das Projekt, in enger Abstimmung mit der Archäologie Baselland und mit Baselland Tourismus, nimmt Fahrt auf. Voraussetzung für die Realisierung bleibt, dass alle Landeigentümer ihr Einverständnis geben und alle notwendigen Bewilligungen erteilt werden.
Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein erkunden unter Führung von Christoph Rast und Stephan Hänggi den Abschnitt Born bei Kappel. Die militärischen Anlagen auf dem Born bildeten ab der Mobilmachung im Sommer 1914 den linken Flügel der Fortifikation Hauenstein. Grosse Teile der Feldbefestigungen und Stellungsbauten wurden allerdings bereits ab 1911 erstellt. Sie dienten als Probebauten für die spätere 48 Kilometer lange Fortifikation Hauenstein.
Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein begutachten zusammen mit Christoph Rast, Christian Rieder, Lorenz Degen sowie mit Andrea und Rebekka Tschanz den Fortschritt der Wappenrestaurierung auf der Belchen-Südstrasse. Direkt vor Ort ist der Oltner Steinmetz und Bildhauer Luciano Sutter. Er ist mit der Restaurierung der in Stein gemeisselten Erinnerungen beauftragt. Zwischenzeitlich sind die Wappen von Meisterhand freigelegt und gereinigt, viele der ursprünglichen Mineralfarben sind wieder sichtbar. Schon bald beginnt die Ausbesserung und damit die Abschlussphase des aufwändigen Restaurierungsprojektes an der Belchen Südstrasse.
Im Rahmen des Gedenkritts zur Abschaffung der Kavallerie vor 50 Jahren gehört eine Übernachtung in der Fortifikation Hauenstein dazu. Für die Nacht vom 23. auf den 24. September 2022 finden die Reiterinnen und Reiter Unterkunft im General-Wille-Haus. Christoph Rast und Christian Rieder sind vor Ort. Es entstehen Fotografien wie aus einer anderen Zeit.
Der Verein Fortifikation Hauenstein ist zu Besuch im «Museumsbunker» des Bunkervereins Titterterberg, ganz in der Nähe von Liedertswil, im mündlichen Sprachgebrauch auch Tschoppenhof genannt. Der Bunker, der der Schweizer Armee im Zweiten Weltkrieg und während des Kalten Krieges als Teil einer Sperrstelle diente, wurde auf Initiative von Michael Lüscher in seinen Originalzustand zurückgebaut und wieder originalgetreu eingerichtet. Vor Ort konnten Christoph Rast, Lorenz Degen und Christian Rieder Tom Steck begrüssen, der den anwesenden Mitgliedern, u. a. dem Leiter des Festungsmuseums des Militär- und Festungsmuseums Full-Reuenthal, interessanten Einblick in seine Forschungsarbeiten erlaubte. Tom Steck hat in über 20 Jahren Arbeit rund 95% aller Objekte in der Fortifikation Hauenstein rekognosziert, fotografiert und kartographiert. Er gehört zu den profundesten Kennern der Fortifikation Hauenstein und entdeckt noch immer unzählige neue Details. Sein Kartenwerk ist online erkundbar.
Der Vorstand des Vereins Fortifikation Hauenstein arbeitet auch zwischen Weihnachten und Neujahr. Unter anderem beschliesst er, das Staatsarchiv des Kantons Basel-Landschaft mit der Digitalisierung historischer Fotografien zu beauftragen. Die Bildmotive: Originalaufnahmen der Wappen an der Belchen-Südstrasse.
Fachmeeting dreier Spezialisten auf unterschiedlichen Gebieten: Christoph Rast, Christian Rieder und Joe Rohrer. Es geht um Planzeichnungen und wissenschaftliche Illustrationen im Rahmen des Projektes Informationstafeln. Unter anderem entsteht aktuell eine wissenschaftliche Rekonstruktionsgrafik der Stellung Lauchweid mit dem exponierten «Panzertürmli». Joe Rohrer ist einer der wenigen hochspezialisierten Illustratoren auf dem Gebiet der Scientific und Knowledge Visualization mit dem Schwerpunkt Baugeschichte und Archäologie. Er arbeitet europaweit für Museen und Archäologische Dienste.
Der Gesamtregierungsrat des Kantons Basel-Landschaft gibt erneut grünes Licht und spricht die zur Realisierung der 12 Informationstafeln im Abschnitt Stellung Lauchweid bis Belchenflue massgebende zweite Tranche der Finanzierung aus dem kantonalen Gasttaxenfonds.
Kurz nach dem zweiten Ja des Gesamtregierungsrates erteilt der Kanton Basel-Landschaft als Grundstückeigentümer die Zustimmung zum Anbringen der Informationstafeln bei der Bölcheflue, an der Oberen Weid, auf dem Chilchzimmersattel und beim Spitzenflüeli.
Filmteam in der Fortifikation Hauenstein! Im Herbst 2022 entstehen an verschiedenen Drehtagen die Aufnahmen für den Dokumentarfilm «Die vergessene Festung Hauenstein» des Berner Filmemachers Stephan Tschanz. Spezialisten des Vereins Fortifikation Hauenstein, allen voran Christoph Rast, durften ihn dabei inhaltlich unterstützen. Nun können Christoph Rast, Christian Rieder und Lorenz Degen den Filmemacher wieder in der Fortifikation Hauenstein begrüssen, denn das fertige Werk feiert unter Anwesenheit zahlreicher Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein Vorpremiere. Der Dokumentarfilm wird im Mai 2023 veröffentlicht.
Auf einer Führung von Christoph Rast und Christian Rieder entdecken Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein das Gebiet am Kilomètre Zéro. Der Kilometerstein 111 im Largezipfel in der Ajoie markierte zwischen 1914 und 1918 die Grenze zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. An dieser Stelle begann die Westfront des Ersten Weltkriegs, die sich schon bald wie eine offene Wunde über den Hartmannsweilerkopf, Verdun, den Chemin des Dames, die Somme und Ypern bis an die Nordsee zog. Zur Exkursion gehört auch ein Abendessen bei Evelyne und Bruno Bernasconi-Mamie chez «La petite Gilberte de Courgenay».
Der Verein Fortifikation Hauenstein trifft sich in Liestal zur zweiten Jahresversammlung, der auch Christoph Reding, Leiter Stätten und Bauforschung Archäologie Baselland, und Reto Marti, Leiter Archäologie und Museum Baselland, beiwohnen. Die beiden Experten informieren zum Thema Ruinenpflege in der Fortifikation Hauenstein. Der gesamte Vorstand wird wiedergewählt. Als Rechnungsrevisoren gewählt sind Rolf Nardo und Walter Jundt.
Das Kantonsparlament hat Pascal Ryf zum Landratspräsidenten des Kantons Basel-Landschaft und somit zum höchsten Baselbieter gewählt. Zu seiner Entlastung kümmert sich Christoph Rast bis im Sommer 2024 als Vereinspräsident ad interim um alle operativen Belange in Zusammenhang mit der Fortifikation Hauenstein.
Unter Leitung von Christoph Rast sind die Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein viele Stunden unterwegs auf dem Wisenberg. Die Spurensuche führt sie in die Stützpunkte «Untere Lind» und «Obere Lind», «Obere Winthalde» und «Untere Winterhalde», dazwischen in die Artilleriestellung auf dem Mittleren Wisenberg und zur Scheinwerferstellung Wisenberg West.
Weiterbildungsexkursion für den Vorstand des Vereins Fortifikation Hauenstein in der Fortifikation Murten, neben der Fortifikation Hauenstein und der Fortifikation Bellinzona wichtigsten Verteidigungslinie der Schweizer Armee im Ersten Weltkrieg.
Die Gemeinden Langenbruck, Eptingen und Bennwil haben die Baubewilligungen zum Anbringen der Informationstafeln erteilt. Nun kann der Erinnerungspfad mit den zwölf Informationstafeln im Belchengebiet realisert werden. Der Verein Fortifikation Hauenstein kann damit einen wertvollen Beitrag zu Bildung und Vermittlung leisten.
«Vor Pest, Hunger und Krieg bewahre uns, o Herr.» Schwerpunktreferat zur Sapnischen Grippe 1918/1919: Ein grosses Publikum findet sich in Buckten ein, um aus Sicht der Fortifikation Hauenstein mehr über die Pandemie am Kriegsende zu erfahren, die Anfang Juli 1918 die Schweizer Frontsoldaten nahe des jurassischen Dörfchens Bonfol erfasste - am Kilomètre Zéro.
Dr. Gregor Hain, Staatswissenschaftler und Angehöriger des Leitungstabes im deutschen Bundesministerium der Verteidigung, vormaliger taktischer Leiter der Deutschen Luftwaffe, besucht die Fortifikation Hauenstein. Aus einer einstündigen Visite wird aus persönlichem Interesse ein vielstündiger Besuch, u. a. auf der Bölcheflue und dem zukünftigen Erinnerungspfad Erster Weltkrieg mit den zwölf Informationstafeln. Tags darauf tritt Dr. Gregor Hain als Keynote Speaker vor 300 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Militär und Gesellschaft an der traditionellen Sebastian Feier in Olten auf. Als erster internationaler Ehrenredner seit der Gründung der Feier im Jahr 1811 spricht er über das internationale Sicherheitsumfeld, die deutsche «Zeitenwende» und die deutsch-schweizerischen Beziehungen.
Ein grosse Zahl Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein taucht ein in die Geschichte der geheimen Kaderorganisation zur Aufrechterhaltung des Widerstandswillens in der Schweiz im Fall einer Besetzung: Tief unter Boden befindet sich das geheimnisvolle «Zentrallager S», im Kalten Krieg einer der geheimsten Orte der Schweiz. In luft- und wasserdichten Chromstahlbehältern waren hier tief im Berg Waffen, Munition, Sprengmittel, Funkgeräte und Sanitätsmaterial für die Angehörigen der geheimen Widerstandsorganisation P-26 eingelagert.
Die Co-Kuratoren des Erinnerungspfades Erster Weltkrieg, Christian Rieder und Christoph Rast, sowie der technische Leiter des Projektes, Diego Sonderegger, übergeben die Druckdaten für die zwölf Informationstafeln an die soziale Einrichtung Dietisberg Wohnen & Werken, die sich im Gebiet der einstigen Fortifikation Hauenstein befindet. Dietisberg Wohnen & Werken, seit 1904 spezialisiert auf die Betreuung von Männern mit verschiedenen Beeinträchtigungen, wird die Tafeln entlang des Erinnerungspfades installieren. Diese Einrichtung war während des Ersten Weltkriegs Standort des «Detachement Walten», einer Initiative zur Alkoholentwöhnung in der Fortifikation Hauenstein.
Vorstandsmitglieder bereiten den «Andachtsort Frieden» beim Kloster Schönthal vor. Der Verein Fortifikation Hauenstein egangiert sich mit diesem Andachtsort im Kunstprojekt «Der Eilige Geist kommt zur Ruhe», das vom 27. April bis zum 3. November 2024 im und rund um das Kloster Schönthal bei Langenbruck zu sehen ist.
Der Verein Fortifikation Hauenstein trifft sich in der Revue Langenbruck zur dritten Jahresversammlung. Der gesamte Vorstand wird wiedergewählt. Als Rechnungsrevisoren gewählt sind erneut Rolf Nardo und Walter Jundt. Vorstandsmitglied und Projektleiter Informationstafeln Christian Rieder gibt eine Vorschau auf den Erinnerungspfad.
Eine «Teigprozession» als Vernissage: Die neue Ausstellung im Kloster Schönthal eröffnet mit einem Pilgerfest. Der Verein Fortifikation Hauenstein ist mit der Installation «Frieden» Teil der Ausstellung «Der eilige Geist kommt zur Ruhe», die vom 28. April bis 3. November 2024 stattfindet. Mit dem installativen Grossprojekt des renommierten Schweizer Künstlerpaares Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger verwandelt sich das Kloster Schönthal und seine Umgebung auf einzigartige Weise erneut zu einem Pilgerort.
Der neue Erinnerungspfad zum Ersten Weltkrieg in der Fortifikation Hauenstein wird im Beisein von viel Politikprominenz und Medienvertretern eröffnet. Pascal Ryf betont in seiner Rede die Bedeutung der Erinnerungskultur für kritisches Denken und Reflexion: «Wir alle können aus der Vergangenheit lernen und zur Gestaltung einer besseren Zukunft beitragen», sagte Ryf. «Wir werden ermutigt, aktiv an der Gesellschaft teilzunehmen und uns an der Gestaltung einer positiven Zukunft zu beteiligen.» Christian Rieder, Projektleiter und Co-Kurator, hebt die Relevanz des Ersten Weltkriegs für das 20. und 21. Jahrhundert hervor und betont, dass der Pfad die Lebenswelt der damaligen Menschen beleuchten soll. Die Tafeln sind sowohl für Familienwanderungen als auch für Geschichtsinteressierte gedacht. Baselland Tourismus hat den Pfad in die Wanderregion Bölchen integriert und empfiehlt verschiedene Wanderrouten, wobei Langenbruck als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen gilt.
BERICHT SRF
BERICHT BZ
BERICHT VOLKSSTIMME
BERICHT OLTNER TAGBLATT
BERICHT BASLER ZEITUNG
ERLEBNISBERICHT VOLKSSTIMME
Martina Inglin von Radio SRF 1 trifft Christoph Rast auf dem Erinnerungspfad in der Fortifikation Hauenstein. Der fast fünfminütige Beitrag gibt schweizweit einen interessanten Einblick in die Arbeit des Vereins Fortifikation Hauenstein.
Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein begehen den neuen Erinnerungspfad Erster Weltkrieg gemeinsam mit den Kuratoren Christoph Rast und Christian Rieder. Highlight: Der Überflug der Patrouille Suisse – wohl der letzte der berühmten Kunstflugstaffel in diesem Gebiet. Sie sorgte beim anschliessenden Apéro und Grillieren für reichlich Gesprächsstoff: War nicht einst der Langenbrucker Oskar Bider Botschafter der Schweizer Luftwaffe?
Baselland Tourismus entwickelt eine Rundwanderung ab und bis Langenbruck, die den Erinnerungspfad Erster Weltkrieg in der Fortifikation Hauenstein einschliesst. Die Route führt vom Kloster Schönthal entlang des Erinnerungspfads bis zur Bölcheflue und zurück nach Langenbruck – eine Verbindung von Natur, Kultur und Geschichte, die sich für eine Aufnahme in das nationale Routennetz von SchweizMobil eignen könnte. Christian Rieder begleitet das Vorhaben seitens der Fortifikation Hauenstein.
Bei Strassenbauarbeiten im Gebiet der Fortifikation Hauenstein wurde eine über hundert Jahre alte Zeitkapsel entdeckt – ein aussergewöhnlicher Fund, der einen direkten Blick in die Vergangenheit eröffnet – und ein riesiges Medienecho auslöst. Der Verein Fortifikation Hauenstein arbeitet nun intensiv an der wissenschaftlichen Aufbereitung und Präsentation des spannenden Fundes und steht in Kontakt mit den Nachkommen des damaligen Verfassers.
Christian Rieder, Tourismusverantwortlicher der Fortifikation Hauenstein, bringt auf politischer Ebene und in seinem Tourismusnetzwerk den Impuls ein, an neuralgischen Punkten des Freizeit- und Naherholungsverkehrs im Baselbiet Wanderbusse anzudenken: Öffentliche Shuttlebusse, die beliebte Wandertouren zu den Aussichts- und Weitblickpunkten an den öffentlichen Verkehr anschliessen. Der wachsende Ausflugs- und Naherholungsverkehr führt in den Höhenlagen des Oberbaselbiets zu spürbarem Druck auf wertvolle Natur- und Landschaftsgebiete. Als Region für ein Pilotprojekt identifiziert Rieder die Bölchenregion, die bisher weitgehend nicht an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist. Mit Wanderbussen liesse sich der Individualverkehr gerade in diesem Raum gezielt entlasten – und auch der Erinnerungspfad Erster Weltkrieg in der Fortifikation Hauenstein würde für Besucherinnen und Besucher auf diese Weise nachhaltiger erschlossen.
Christoph Rast, Mitglied des Vorstandes und Co-Kurator Erinnerungspfad Erster Weltkrieg, spricht auf Einladung des Vereins Schweizer Armeemuseum (VSAM) vor grossem Publikum anderthalb Stunden über die Fortifikation Hauenstein. Sein Referat stösst auf ausserordentlich grosses Interesse, nicht nur bei einem fachlich interessierten Publikum. Der VSAM hat das ganze Referat auf YouTube veröffentlicht.
Bruno Holzer, Sammler historischer Postkarten aus dem Ersten Weltkrieg und Mitglied des Vereins Fortifikation Hauenstein, präsentiert im Restaurant Kaserne in Liestal einem interessierten Publikum 140 einzigartige Originale, die während des Kriegs von Soldaten aus der Fortifikation Hauenstein verschickt wurden. Diese Karten sind mehr als nur persönliche Botschaften – sie sind Zeitzeugnisse einer fernen Welt, die uns heute spannende Einblicke gewähren. Jede Postkarte erzählt eine Geschichte und gewährt einen unmittelbaren Einblick in die Gedanken und Gefühle der Soldaten. Die handgeschriebenen Mitteilungen, oft in einfachen Worten verfasst, spiegeln den Alltag in der Fortifikation, Sorgen und Hoffnungen sowie die enge Verbundenheit mit den Daheimgebliebenen wider. So werden das Leben und die Erfahrungen der Soldaten lebendig und greifbar. Darüber hinaus sind diese Schriftstücke wertvolle Quellen für die Forschungsarbeit des Vereins zur Geschichte der Fortifikation Hauenstein.
Nach mehrjähriger Restaurierungsarbeit erstrahlen die historischen Wappen, steinernen Reliefs und gravierten Truppeninschriften entlang der Belchen-Südstrasse in neuem Glanz. Die kunstvollen Darstellungen aus dem Ersten Weltkrieg leuchten nun wieder in ihren ursprünglichen Farben und entfalten ihre volle Symbolkraft. Damit bleibt ein bedeutendes Zeugnis der damaligen Grenzbesetzung erhalten.
Der Verein setzt mit einer Exkursion an den Hartmannswillerkopf einen markanten Akzent im Rahmen des Projekts «Fortifikation Hauenstein». Der symbolträchtige Berg in den Vogesen, von den Franzosen als «Vieil Armand» bezeichnet, wird im Ersten Weltkrieg zum Brennpunkt erbitterter Gebirgsschlachten – nur wenige Kilometer von der neutralen Schweiz entfernt. Der Besuch des Historials sowie die Führung durch Krypta, Friedhof und Schützengräben öffnen den Blick auf die unmittelbare Nähe des Schweizer Territoriums zur Front. Damit schärft der Verein das historische Verständnis für die geopolitische Lage der Schweiz inmitten des europäischen Flächenbrands von 1914-1918.
Der Verein Fortifikation Hauenstein hält seine vierte Mitgliederversammlung in Olten ab – einst zentraler Etappenort der Schweizer Armee, Versorgungszentrum der Fortifikation Hauenstein und Sitz des Fortifikationskommandos im Ersten Weltkrieg. Stadtpräsident Thomas Marbet richtet ein Grusswort an die Versammlung.
Die Mitglieder begrüssen die Bildung von vier neuen Fachgruppen («Projektfinanzierungen und Partnerschaften», «Forschung», «Bildung, Vermittlung, Tourismus» sowie «Mitgliederwesen und Veranstaltungen»), die sich aus Vorstands- und Vereinsmitgliedern zusammensetzen. Gleichzeitig folgt die Versammlung dem Vorschlag des Vorstands, das Gremium auf sechs Mitglieder zu verkleinern, um die ehrenamtliche Zusammenarbeit effizienter zu gestalten.
Gründungsmitglied Danielle Sonderegger, Rebekka Tschanz sowie Vereinspräsident Pascal Ryf, der seine Mandate reduziert, treten nicht zur Wiederwahl an. Neu in den Vorstand gewählt wird einstimmig Jochen Richner, Jurist und Steuerexperte, der das Ressort Finanzen übernimmt. Christoph Rast wird einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt und bleibt zugleich wissenschaftlicher Leiter. Die übrigen bisherigen Vorstandsmitglieder werden einstimmig bestätigt. Als Rechnungsrevisoren amten neu Pascal Ryf sowie erneut Rolf Nardo.
Neuer Vorstand:
Christoph Rast
Präsident, wissenschaftlicher Leiter
Lorenz Degen
Vizepräsident
Jochen Richner
Finanzen, Mitgliederwesen
Christian Rieder
Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Tourismus
Diego Sonderegger
Bildung und Vermittlung
Andrea Tschanz
Archivrecherche Bundesarchiv, Netzwerk Bern
Anlässlich der vierten Mitgliederversammlung wird Pascal Ryf unter grossem Applaus einstimmig zum Ehrenpräsidenten des Vereins Fortifikation Hauenstein ernannt.
Der im November 2024 von Christian Rieder, Tourismusverantwortlicher der Fortifikation Hauenstein, eingebrachte Ansatz für Wanderbusse im Baselbiet findet zusehends Resonanz. Die Frage, wie der wachsende individuelle Ausflugs-, Freizeit- und Naherholungsverkehr mit dem Schutz wertvoller Natur- und Landschaftsgebiete in Einklang zu bringen ist, gewinnt an Dringlichkeit. Als Region, in der sich ein Baselbieter Wanderbus-Pilotprojekt besonders aufdrängt, kristallisiert sich die Bölchenregion heraus, die in ihren Höhenlagen bisher weitgehend nicht an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist. Auch in den Gemeinden entstehen eigene Überlegungen zu einer besseren Erschliessung.
Mit einer geführten Besichtigung für die Mitglieder feiert der Verein Fortifikation Hauenstein die abgeschlossene Restaurierung der historischen Wappen, steinernen Reliefs und gravierten Truppeninschriften entlang der Belchen-Südstrasse. Vor Ort ist auch Hans Dieter Jäggi, der mit der Offiziersgesellschaft Olten die Finanzierung der mehrjährigen Restaurierungsarbeiten organisierte und die Massnahmen koordinierte.
Die Fortifikation Hauenstein wird neu in der Broschüre «Ausflugsziele und Erlebnisse» von Baselland Tourismus geführt. Die kostenlose Publikation bündelt die wichtigsten Ausflugstipps des Baselbiets – von Natur und Kultur über Geschichte bis zu Aktiverlebnissen – und ist ein handliches Planungsinstrument, ob allein, zu zweit, mit Familie, Freundeskreis oder Verein, für einen Tag ebenso wie für eine ganze Woche. Erschienen ist sie in deutscher und englischer Sprache.
Eine grosse Zahl interessierter Mitglieder des Vereins Fortifikation Hauenstein nutzt die einmalige Gelegenheit für eine mehrstündige Besichtigung der historischen Sammlung der Schweizer Armee in Burgdorf mit Fokus auf Fahrzeuge und Ausrüstung des Ersten Weltkriegs, wie sie tatsächlich in der Fortifikation Hauenstein im Einsatz standen; von Schanz- bis Blessiertenwagen, von mobilen Küchen bis zu Scheinwerfern, von der Ausrüstung der Ballontruppen bis zu den ersten Motorfahrzeugen.
Die Fortifikation Hauenstein ist Teil der Europäischen Tage des Denkmals 2025. Die Co-Kuratoren des Erinnerungspfads Erster Weltkrieg, Christian Rieder und Christoph Rast, erläutern im Rahmen mehrerer geführter Kurzrundgänge dem interessierten Publikum auf über 1000 Metern ü. M. die Aufgaben der Truppen, den Alltag der Soldaten und die Verteidigungsidee der neutralen Eidgenossenschaft. Sie leuchten dabei tief in die Sozialgeschichte, werfen den Blick über den Röstigraben und zeigen auf, wie die damalige Zeit bis heute nachwirkt. Das Engagement auch bei den europäischen Denkmaltagen unterstreicht die gute Zusammenarbeit zwischen der Verein Fortifikation Hauenstein und der kantonalen Denkmalpflege Baselland.
Zwischen Mitte August und Mitte September 2025 hat der Verein Fortifikation Hauenstein fast täglich Gruppen durch die Anlagen am Bölchen, auf dem Walten und auf dem Wisenberg geführt – ein neuer Rekord. An einzelnen Tagen wurden bis zu vier Gruppen auf Führungen empfangen. Neben zahlreichen Schulklassen besuchten auch Vereine, Firmen und Fachgruppen die Fortifikation Hauenstein. Besonders erfreulich war zudem das Interesse mehrerer Gymnasialkollegien, die ihre Exkursionen in die Fortifikation Hauenstein führten. Der Verein freut sich, auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Bildung und Vermittlung zu leisten: Geschichte lebendig, verständlich und greifbar zu machen.
Die von Baselland Tourismus in Zusammenarbeit mit den Wanderwegen beider Basel und dem Amt für Raumplanung Basel-Landschaft entwickelte Rundwanderung ab und bis Langenbruck, die den Erinnerungspfad Erster Weltkrieg in der Fortifikation Hauenstein einschliesst, steht kurz vor der Aufnahme in das nationale Routennetz von SchweizMobil. Am Projekt wurde den ganzen Sommer über gearbeitet – auch seitens der Fortifikation Hauenstein, vertreten durch Christian Rieder. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen.
Rund ein Jahr nach dem Impuls von Christian Rieder, Tourismusverantwortlicher der Fortifikation Hauenstein, wird ein Busshuttle für Wanderinnen und Wanderer in der Bölchenregion in immer breiteren Kreisen diskutiert und mit grosser Professionalität konkret evaluiert. Bevölkerung, Gemeinden, Kanton, Tourismusorganisationen und zahlreiche weitere Beteiligte arbeiten dabei unter der Federführung von Baselland Tourismus auf Augenhöhe zusammen – getragen von einem gemeinsamen Anliegen, das sorgfältig und im Dialog entwickelt wird: der Wunsch nach einem schonenden, nachhaltigen und vor allem auch rücksichtsvollen Ausflugs-, Wander- und Naherholungstourismus im Oberbaselbiet.
Der Verein Fortifikation Hauenstein und das Quellhotel Bad Ramsach denken gemeinsam eine grosse Informationstafel zur Fortifikation Hauenstein beim Quellhotel an. Dieses liegt am Wisenberg, der ein besonders wichtiger Abschnitt des einstigen Befestigungsgürtels war. Die Tafel könnte Gästen wie Wandernden einen Zugang zur Geschichte des Gebiets und zu den Geländespuren vor Ort eröffnen und wäre damit ein wertvoller Beitrag zur Vermittlungsarbeit des Vereins. Das Projekt wird vereinsseitig von Präsident Christoph Rast geleitet.
Die Nachfrage nach Gruppenführungen in der Fortifikation Hauenstein ist auch nach dem Rekordjahr 2025 ungebrochen. Mit dem Jahreswechsel tritt eine aktualisierte Tarifordnung für die Gruppenführungen des Vereins Fortifikation Hauenstein in Kraft. Die Einnahmen fliessen unverändert vollständig in die Erforschung, Vermittlung und Erhaltung der Fortifikation Hauenstein.
Im Restaurant Kaserne in Liestal nimmt Jochen Richner – profunder Kenner der Infanteriewaffentechnik und insbesondere der technisch bemerkenswerten Entwicklungen im Bereich der Gewehre – sein Publikum mit auf eine Reise durch eine Transformationsphase, in der sich die Infanteriewaffe in wenigen Jahrzehnten grundlegend wandelte: vom Vetterli-Repetiergewehr über die ballistische Revolution von Eduard Rubin bis zum Schmidt-Rubin-System mit seinem Geradezugverschluss, das im Ersten Weltkrieg mit dem Gewehr 11 und dem Karabiner 11 seinen Höhepunkt fand. Hinzu kommen die Parabellum-Pistole Modell 1900 – die Schweiz führte als erste Armee der Welt eine Selbstladepistole ein – und das Maschinengewehr Mg 11, das auf die Einheitsmunition GP 11 abgestimmt war.
Richner verbindet die technische Entwicklung mit den Beschaffungsprogrammen der beteiligten Armeen und richtet dabei einen besonderen Blick auf die Schweizer Eigenheiten – auf jene Lösungen, mit denen eine kleine Armee zwischen Neutralität, beschränkten Mitteln und hohem Qualitätsanspruch ihren eigenen Weg suchte.
Seit dem Impuls, den Christian Rieder, Tourismusverantwortlicher der Fortifikation Hauenstein, im November 2024 eingebracht hat und den er seither konstruktiv begleitet, hat sich rund um die Frage einer sanfteren Erschliessung der Bölchenregion ein breit abgestützter Prozess entfaltet, in den sich zahlreiche Akteure mit grossem Engagement einbringen. Der Verein Fortifikation Hauenstein trägt diese Entwicklung von Beginn weg mit – im Sinn eines schonenden, nachhaltigen und vor allem auch rücksichtsvollen Ausflugs-, Wander- und Naherholungstourismus mit einer verträglichen Erreichbarkeit der Bölchenregion. Im Blickfeld des von Rieder angestossenen Pilotprojekts für einen Baselbieter Wanderbus stehen der Chilchzimmersattel und die umliegenden Aussichts- und Weitblickpunkte, die heute dem Druck des Individualverkehrs und der Parkplatzsituation ausgesetzt sind und deren zeitgemässe Besucherlenkung eine gemeinsame Aufgabe bleibt. Es geht darum, die Qualitäten dieser Landschaft vor einer schleichenden Übernutzung zu bewahren. Das Anliegen ist auch für den Erinnerungspfad Erster Weltkrieg in der Fortifikation Hauenstein von grosser Bedeutung.
Der Verein Fortifikation Hauenstein hält unter grosser Teilnahme seine fünfte Mitgliederversammlung in Ifenthal ab, im Gebiet der Fortifikation Hauenstein. Alle Geschäfte der Mitgliederversammlung werden einstimmig verabschiedet. Als Präsident einstimmig wiedergewählt ist Christoph Rast. Einstimmig neu in den Vorstand gewählt sind die Anwältin und Juristin Dr. Corinne Saner und der Historiker Dr. Vincent Oberer. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Diego Sonderegger und Christian Rieder werden einstimmig wiedergewählt. Als Rechnungsrevisoren einstimmig wiedergewählt sind Rolf Nardo und Pascal Ryf. Nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung standen Lorenz Degen, Jochen Richner und Andrea Tachanz.
In seinem Gastreferat «Sperrstellen und Bunker im Kanton Solothurn» geht Dr. Urban Fink, Historiker, Theologe und Präsident des Vereins Festungswerke Solothurner Jura (VFSJ), der Frage nach, wie es um die militärische Bereitschaft der Schweiz in den beiden Weltkriegen stand. Er zeigt, dass das verbreitete Bild der «treuen Grenzwache am Jura» einer kritischen Prüfung nicht standhält, bevor er den Bogen über den Kalten Krieg bis zur Frage nach der heutigen Verteidigungsbereitschaft schlägt.
Dr. Urban Fink stammt aus Welschenrohr im Solothurner Thal. Er studierte Geschichte, Philosophie, Theologie und Kirchenrecht in Freiburg i. Ü. und in Rom und steht seit Jahrzehnten im Dienst kirchlicher Institutionen der Schweiz – heute als Geschäftsleiter des ältesten katholischen Hilfswerks des Landes. Als Historiker edierte er die Schweizer Sonderakten im Vatikan, forschte zur päpstlichen Diplomatie in der Schweiz und publizierte zur Päpstlichen Schweizergarde – dort, wo Glaube und Verteidigung seit Jahrhunderten zusammengehören. Mit dem Buch «Der Kanton Solothurn vor 100 Jahren» und als Experte der Ausstellung «14/18» im Museum Altes Zeughaus Solothurn hat er die Geschichte des Ersten Weltkriegs in der Region sichtbar gemacht. Als Gründer und Präsident des Vereins Festungswerke Solothurner Jura (VFSJ) kennt er die Sperrstellen und Bunker der Region von Seiten der Forschung – und von Kindsbeinen an aus eigener Entdeckung. Seinen Militärdienst leistete er im Militärhistorischen Dienst der Schweizer Armee.
Im Beisein der Projektpartner und der Medien wird im Kloster Schöntal die neue SchweizMobil-Wanderung 472 «Langenbruck–Bölcheflue» offiziell eröffnet. Die Rundwanderung führt vom Kloster Schöntal entlang des Erinnerungspfads Erster Weltkrieg bis zur Bölcheflue und zurück nach Langenbruck – eine Verbindung von Natur, Kultur und Geschichte auf 13 Kilometern. Mit der Aufnahme in das nationale Routennetz des offiziellen Schweizer Langsamverkehrs ist die Vermittlungsarbeit des Vereins für Wandernde aus der ganzen Schweiz nun deutlich sichtbarer und besser auffindbar. Seitens der Fortifikation Hauenstein hat Christian Rieder das Projekt von Beginn an begleitet und den Verein am Eröffnungsanlass und an der Medienkonferenz vertreten.